Wenn bei Kau- oder Schluckstörungen Breikost angebracht ist, stellt sich immer häufiger die Frage – in Form bringen oder besser einfach in cremiger Konsistenz anbieten? Neben der Optik ist die Konsistenz entscheidend für die Formbarkeit im Mund und damit das Schlucken. Zündstoff erhält die Diskussion neuerdings, dass einige Zusätze und Verdickungsmittel im Zusammenhang mit der mikrobiellen Besiedelung unseres Darmes in Kritik geraten sind. Beim MEHRWERT-SCHAU-Kochen im Sozialzentrum Nenzing bereitete Alex Kowarc ein Breikostmenü zu und bot u.a. in Form gebrachten Mozzarella mit Tomaten, eine fruchtige Karottensuppe sowie geschmortes Huhn mit Einkorn-Talern zur Verkostung an. Begleitend informierte Ernährungswissenschafterin Angelika Stöckler über Herkunft, Anwendungsmöglichkeiten, Wirkungen und Nebenwirkungen von Verdickungs- und Süßungsmitteln. Im Kreis der anwesenden Fachleute wurde über die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal diskutiert, um die Breikost optimal auf die individuellen Bedürfnisse der Essensgäste abzustimmen.

Breikost aus regionalen Zutaten, 4.7.2017